Am heutigen Tag ist der „Equal Pay Day“. Dieser Tag markiert symbolisch die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. Bis zu diesem Datum arbeiten Frauen rechnerisch unbezahlt, während Männer seit dem 1. Januar für ihre Arbeit entlohnt werden. Der „Equal Pay Day“ macht damit auf die weiterhin bestehende Entgeltungleichheit aufmerksam, auch im Jahr 2026 ein gewerkschaftspolitisch zentrales Thema.
Der dbb niedersachsen steht klar für gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit. Der öffentliche Dienst ist hier in vielen Bereichen Vorbild. Alexander Zimbehl, 1. Landesvorsitzendender des dbb niedersachsen erklärt anschaulich warum: „Durch transparente und verbindliche Besoldungs- und Entgelttabellen sind Bezahlung und Eingruppierung klar geregelt und nachvollziehbar. Tarifverträge wie der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) und die gesetzlichen Besoldungstabellen sorgen für objektive Kriterien statt individueller Verhandlungsmacht. Das schafft mehr Gerechtigkeit und reduziert strukturelle Benachteiligungen.“
Im Vergleich zur freien Wirtschaft, in der Gehälter häufig individuell ausgehandelt werden und damit stärker von Verhandlungsspielräumen, Branchenstrukturen oder tradierten Rollenbildern abhängen, bietet der öffentliche Dienst somit ein höheres Maß an Entgeltgerechtigkeit. Das ist auch ein Erfolg gewerkschaftlicher Arbeit.
Gleichzeitig wissen wir, formale Gleichbehandlung allein reicht nicht aus. Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die gerechte Beurteilung insbesondere für Aufstiegsmöglichkeiten und Höhergruppierungen, gleiche Chancen auf Führungspositionen sowie eine geschlechtergerechte Personalentwicklung bleiben zentrale Aufgaben. Der dbb niedersachsen setzt sich deshalb weiterhin konsequent für faire Arbeitsbedingungen, transparente Bezahlung und echte Chancengleichheit ein.
„Equal Pay“ ist keine symbolische Forderung, es ist eine Frage der Gerechtigkeit. Dafür stehen wir. Heute und an jedem anderen Tag des Jahres.