04. Februar 2026

Einkommensrunde TV-L 2025/2026

Großdemonstration in Hannover: Rund 1.000 Beschäftigte trotz Eis und Glätte auf der Straße

Trotz eisiger Temperaturen und teils glatter Straßen haben sich heute, den 4. Februar 2026 rund 1.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Hannover an der Demonstration des dbb niedersachsen beteiligt. Der Protestzug führte vom Schützenplatz zum Ernst-August-Platz, wo anschließend eine Kundgebung stattfand.

Dort sprachen unter anderem der dbb-Bundesvorsitzende Volker Geyer sowie der Landesvorsitzende des dbb niedersachsen, Alexander Zimbehl, zu den Teilnehmenden. Beide machten deutlich, dass der öffentliche Dienst dringend attraktive Einkommen braucht, um handlungsfähig zu bleiben. Geyer betonte: „Ohne uns ist kein Staat zu machen!“, Zimbehl forderte erneut die vollständige Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten in Niedersachsen.

Zimbehl zeigte sich beeindruckt von der hohen Beteiligung: „Gerade angesichts von Glatteis und widrigen Wetterbedingungen ist es ein starkes Zeichen, dass so viele Kolleginnen und Kollegen gekommen sind.“

Larissa Bozcek, Beauftragte für Frauen und Gleichstellungsangelegenheiten der GeNi, wies auf ausdrucksstarke Weise auf die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie insbesondere für Frauen besonders in dem Bereich der Pflege hin.

Der dbb jugend-Chef Matthäus Fandrejewski machte in seiner Ansprache unter anderem auf die Missstände bei den Auszubildenenden im öffentlichen Dienst aufmerksam.

Der dbb niedersachsen bedankt sich ausdrücklich bei allen Teilnehmenden für ihr Engagement, ihre Solidarität und ihren Einsatz – trotz Kälte, Eis und aller Widrigkeiten. Dieses klare Signal aus Niedersachsen stärkt die laufende Einkommensrunde deutlich.

Von den Verhandlungen sind insgesamt rund 3,5 Millionen Menschen betroffen: direkt etwa 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte der Länder (ohne Hessen), indirekt rund 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der Länder und Kommunen sowie etwa eine Million Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 11. bis 13. Februar 2026 angesetzt.

Weitere Informationen zur Einkommensrunde finden sich hier