Mit einer klaren Kernforderung starten die Gewerkschaften in die Einkommensrunde mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL): 7 Prozent mehr Einkommen, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Zusätzlich fordert der dbb eine Erhöhung aller Zeitzuschläge um 20 Prozent sowie eine Laufzeit von 12 Monaten.
dbb Bundesvorsitzender Volker Geyer betonte, dass der öffentliche Dienst dringend stärker aufgestellt werden müsse, um den wachsenden Herausforderungen gerecht zu werden. 73 Prozent der Bevölkerung hielten den Staat inzwischen für überfordert – Ursache seien massive Personalengpässe. „Wer Deutschland zukunftsfähig machen will, braucht einen starken öffentlichen Dienst. Gute Infrastruktur und echte Digitalisierung gelingen nur mit genügend qualifiziertem Personal“, so Geyer.
Die Länder beriefen sich häufig auf sichere Arbeitsplätze, doch diese könnten weder Inflation noch steigende Mieten ausgleichen. Die Beschäftigten hätten Anspruch auf eine faire, leistungsgerechte Bezahlung. Scharfe Kritik äußerte der dbb-Chef an der Ankündigung der bayerischen Landesregierung, ein mögliches Tarifergebnis erst mit sechs Monaten Verzögerung auf die Beamtinnen und Beamten zu übertragen. Der dbb fordert stattdessen von allen Ländern eine zeit- und systemgerechte Übertragung des Verhandlungsergebnisses – erst dann sei die Einkommensrunde abgeschlossen.
Insgesamt sind rund 3,5 Millionen Beschäftigte von der Einkommensrunde betroffen. Die Verhandlungen finden am 3. Dezember 2025, 15./16. Januar 2026 sowie 11.–13. Februar 2026 statt.
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