Am 12. Mai wird weltweit der Internationale Tag der Pflege begangen. Er erinnert an den Geburtstag von Florence Nightingale (eine englische Pionierin in der Geschichte der Pflege) und würdigt die unverzichtbare Arbeit von Pflegekräften in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und im ambulanten Bereich. Auch für den dbb niedersachsen ist dieser Tag Anlass, Dank auszusprechen und zugleich auf bestehende Herausforderungen hinzuweisen.
Pflegekräfte leisten täglich Enormes. Sie tragen Verantwortung für die Gesundheit und Würde von Menschen in besonders sensiblen Lebenssituationen. Die vergangenen Jahre haben einmal mehr gezeigt, wie belastbar und unverzichtbar das Pflegepersonal ist. Doch Applaus allein reicht nicht aus!
Strukturelle Probleme bleiben bestehen
In Niedersachsen wie auch bundesweit stehen Pflegekräfte weiterhin unter erheblichem Druck. Personalmangel, hohe Arbeitsbelastung und zunehmende Bürokratie prägen vielerorts den Arbeitsalltag. Hinzu kommen Fragen der Bezahlung, der Arbeitszeitgestaltung und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Aus Sicht des dbb niedersachsen ist klar: Es braucht nachhaltige Verbesserungen der Arbeitsbedingungen. Dazu gehören eine verlässliche Personalbemessung, eine wettbewerbsfähige Bezahlung sowie echte Entlastungen im Berufsalltag.
Öffentlicher Dienst in der Verantwortung
Gerade im öffentlichen Dienst kommt der Pflege eine besondere Bedeutung zu. Attraktive Rahmenbedingungen sind entscheidend, um Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu binden. Die Fachgewerkschaften GeNi und komba, die Beschäftigte im öffentlichen Dienst des Gesundheitswesens vertreten, sind eine der entscheidenden Funktionsstellen des dbb niedersachsen, um genau diese Rahmenbedingungen umzusetzen. Der dbb niedersachsen setzt sich daher zusammen mit der GeNi und der komba für eine Stärkung der Pflegeberufe ein, sowohl tariflich als auch strukturell.
Dabei darf auch die gesellschaftliche Wertschätzung nicht unterschätzt werden. Pflege ist ein zentraler Bestandteil der Daseinsvorsorge. Wer Pflege stärkt, stärkt den sozialen Zusammenhalt.